Aufmerksamkeit und Schulreife
Gebannt lauschen die Kinder der Stimme der Lehrerin, die aus einem spannenden Buch vorliest. Es ist so leise, dass man eine Stecknadel runterfallen hören könnte.
Wenn Kinder ihre gesamte Aufmerksamkeit aus freien Stücken auf DIE EINE Sache lenken können, ist Lernen ganz einfach. Doch wie kann man eigentlich aufmerksam sein?
Zuerst einmal sollte diese eine Sache das Interesse des Kindes wecken. Gründe, aus denen man Interesse an einer Sache haben könnte, sind vielfältig:
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Die Sache könnte neu und spannend sein
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Es könnte Spass bedeuten
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Es könnte aber auch bedrohlich sein
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Vielleicht bedeutet es ein Privileg, Geschenk?
Welche Gefühle durch oder mit Aufmerksamkeit entstehen können, ist total unterschiedlich. Oft sind wir so lange aufmerksam, bis wir einschätzen können, ob das Neue positiv, negativ, lustig, langweilig, schon bekannt, gefahrlos oder eben gefährlich ist. Die vermutlich höchste Aufmerksamkeit erreichen wir, wenn wir von etwas total fasziniert sind oder wir totale Furcht haben.
Es gibt aber auch gewisse Voraussetzungen in uns selber um aufmerksam sein zu können. Die hören sich zuerst einmal völlig banal an:
Dies sind nur ein paar Beispiele dafür, wie uns unser Körper davon abhalten kann, aufmerksam zu sein.
Wir können uns noch so viel Mühe geben und uns anstrengen, solange diese Ablenkungen in uns selbst vorhanden sind und persistieren, haben wir es schwer, unsere volle Aufmerksamkeit auf etwas zu richten, das uns nicht total fasziniert und wir alles um uns herum vergessen können.
Wenn wir aber etwas gefunden haben, das uns in seinen Bann zieht, dann ist unser Fokus sogar sehr stark!
Denn dann sind wir wirklich mit unserer gesamten Aufmerksamkeit dort und nichts kann uns stören, nicht einmal unser eigener Körper. Dieser Hyperfokus ärgert dann manchmal die Eltern und Lehrpersonen, denn aus diesem Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit kommen wir nicht so gerne wieder raus 
Wie finde ich heraus, wie ich mein Kind unterstützen kann, aufmerksam zu sein?
Wenn sich dein Kind ständig bewegt, kann das eine Strategie sein, sich wach zu halten, oder die Wachheit und somit die Aufmerksamkeit zu erhöhen.
beispielsweise eine Hypersensibilität auf Berührung, Kleider, Gerüche, Geräusche, Licht, oder ein schlechtes Gleichgewicht. Oder sieht und hört es alles, um vielleicht die Kontrolle zu behalten?
Falls dein Kind mit solchen Störfaktoren beschäftigt ist, ist möglicherweise seine neuromotorische Entwicklung noch nicht ganz so ausgereift, wie sie sein könnte. Glücklicherweise kann man dies auf sanfte Weise nachholen und anschubsen.
Die Entwicklungsförderung nach INPP analysiert genau, wo dein Kind in der neuromotorischen Entwicklung steht und fördert es individuell. Ich bin immer wieder glücklich, zu sehen, wie stark die Eltern entlastet sind, wenn sie erfahren, dass ihr Kind „nur noch nicht ganz so weit“ ist, und deshalb nicht gleich zum Kinderpsychologen muss. Die Tatsache, dass sie für ihr Kind etwas tun können, macht sie glücklich und die Erklärungen sind logisch und nachvollziehbar.
Die Fortschritte der Kinder sind oft riesig, manchmal schleicht sich die Normalität aber auch einfach so ein. Klar, die Kinder brauchen eben einfach noch etwas Zeit, die kann aber gut genutzt werden!
Einfach mal abwarten bringt meist nicht die erhofften Entwicklungsschritte.


